Neustadt a.d. Orla und Nimritz Thüringen

22.04.2010

 

Als nächstes Ziel steuern wir den Stellplatz an der Gaststätte Heinrichsruhe in Neustadt an der Orla an. Die Zufahrt führt direkt in den Wald. Doch plötzlich ist unsere Fahrt zu Ende.

Mit Flatterband ist der Weg abgesperrt. Wir parken auf einer Wiese und wollen uns zu Fuß weiter umsehen. Doch beim Verlassen des Wohnmobils gerät Wilko in Panik. Er hört Schafe blöken. Das verknüpft er direkt mit seinem Stromschlag an einer Schafsweide an der Nordsee.

 Rechts ist die Schafsweide

Mit gutem Zureden kommt er dann doch mit uns mit. Auf dem Flatterband ist aufgedruckt: Wegen Baumfällarbeiten gesperrt. Es wird also nichts mit der Heinrichsruhe. Da kommt auch schon ein Forstarbeiter. Er erklärt uns, dass das Lokal und somit auch der Stellplatz während der Holzfällarbeiten geschlossen bleiben. Schade. Wir fragen nach einem Stellplatz in der Nähe. Und diese Frage ist schicksalhaft. Er empfiehlt uns den Stellplatz in Nimritz. Manni hatte von diesem Stellplatz schon im Internet gelesen. Dort kann man auch Reparaturen rund um das Wohnmobil erledigen lassen. Da unsere Duomatic nicht mehr funktioniert hatte Manni schon mit dem Gedanken gespielt auf dieser Tour diesen Stellplatz anzufahren. Und so verschlägt es uns jetzt dorthin.

Zuerst finden wir den Platz nicht. Obwohl sehr gut ausgeschildert haben wir die Beschilderung übersehen. Wir wollen das Dorf schon wieder verlassen da sehen wir im letzten Moment das Wohnmobilzeichen. Bei unserer Ankunft erkundigt sich Manni zuerst, ob sich jemand mit der Duomatic auskennt. Klar, dafür gibt es einen Fachmann. Dann erzählt er noch von unserer defekten Motorvorwärmung. Auch hierfür gibt es im Dorf einen Fachmann. Also bleiben wir erst mal und als erstes schaut sich der Gasfachmann die Anlage an. Sie ist schon so alt dass es dafür keine Ersatzteile mehr gibt. Ein Regler ist kaputt. Also wird eine neue Anlage bestellt. Sie wird voraussichtlich Montag da sein. Wir werden also erst Morgen zu Rolf seinem Geburtstag fahren und Montag dann wieder her kommen.

Der Stellplatz selber liegt schön im Grünen mit weitem Blick über die Hügel vor dem Hohewartestausee.

Der Stellplatzbetreiber uns seine Frau sind sehr nett. Sie führen geführte Wohnmobiltouren durch Thüringen durch.

Bodeneinlass, Grillstelle, im Hintergrund links neben der Sitzgruppe die Ver- und Entsorgung für den Winterbetrieb.

Die Neue Versorgungssäule. Wegen Frostgefahr war sie bei unserem Besuch noch außer Betrieb

In der Zwischenzeit ist der Stellplatzbetreiber mit Manni zu dem Fachmann für Fahrzeugheizungen gefahren. Der muss das Wohnmobil sehen und bittet Manni damit mal zu kommen. So bleibe ich beim inzwischen angefeuerten Grill und Manni fährt rüber in die andere Werkstatt.
Ich habe gerade fertig gegrillt, da kommt Manni zu Fuß zurück. Er hat das Wohnmobil in der Werkstatt gelassen. Der Meister muss die alte Heizungsanlage ausbauen um zu sehen, was er reparieren kann.

Nun sitzen wir hier und haben kein Wohnmobil mehr....

Nach dem Essen gehen wir gemeinsam zu der anderen Werkstatt. Die alte Heizungsanlage hat sich gesträubt aber dann bekommt der Meister sie doch raus.

In diese enge Einfahrt musste Manni rein und später rückwärts wieder raus

Es ist nicht wie in den Kaufunterlagen eine Webasto Anlage sondern eine Ebersbächer. Der Meister telefoniert und erreicht schließlich dass er nur das Basisgerät neu bekommt. Den alten Auspuff will er mit neuem Schlauch versehen und wieder verwenden. Auch hier werden die Teile Montag da sein. Beim Blick unter den Wagen hat er gesehen dass eine Antriebswellenmanschette kaputt ist. Die werden wir aber dann zu Hause machen lassen.

Der Meister kämpft mit fest sitzenden Schrauben

Der Auspuff wird wiederverwendet

Am Ende des Tages kennen wir die Preise. Beide Fachmänner haben uns besucht und die Preise durchgegeben. Die Gasanlage wird ca. 250 Euro kosten und die Motorvorwärmung ca. 700 Euro. Na, das ist ein teurer Stellplatzbesuch. Doch was soll`s. Was sein muss muss sein. Ohne die Motorvorwärmung brauchen wir nicht mehr im Winter zu fahren.

So erteilen wir die Aufträge und genießen zum Abschluss des Tages mal wieder einen schönen Sonnenuntergang.