Trittenheim

31.03. - 05.04.2010

 

Heute geht es zum eigentlichen Ziel dieser Tour. Trittenheim. Hier sind wir mit Axel und Inge sowie Herbert und Jutta verabredet.

Der Platz liegt ebenfalls direkt am Moselufer. Sozusagen den Fluss vor den Füßen. Dafür dass der Platz erst ab dem 01.04. geöffnet hat, ist er schon heute am 31.03. gut besucht.

Gut besucht obwohl noch geschlossen

Heute wollen Axel und Inge am späten Nachmittag anreisen, Herbert und Jutta kommen Morgen. Also müssen wir erst mal Plätze reservieren. So fahren wir trotz Schräge nicht auf Keile sondern legen diese jeweils auf die Plätze links und rechts von uns. Die Platzwartin ist damit einverstanden.

Platzreservierung

Ver- und Entsorgung

Der Platz selber ist gepflastert. Allerdings finden im Ort Straßenbaumaßnahmen statt. Die Baufirma hat den Platz als Erdaushublager genutzt. Dementsprechend sieht es hier aus. Noch ist ein Stellplatz mit Erde belegt. Der ganze Platz liegt unter einer dicken Staub und Dreckschicht. Zum Glück ist es trocken. Allerdings werden wir, bei aufkommendem Wind, mit Staub gepudert. Hier hätte die Baufirma ruhig einmal eine Kehrmaschine einsetzen können.

Der letzte Erdaushubhügel

Im Ort finden wir eine Metzgerei die auch Mittagstisch anbietet. Sie ist sehr gut besucht und wir nehmen uns Essen mit ins Wohnmobil.

Hier gibt es sehr leckere Mitnahmegerichte

Nachmittags kommt ein Bagger und ladet den letzten Erdhügel auf einen Laster zum Abtransport auf.
Gegen 18 Uhr treffen Axel und Inge mit ihren Hunden Lucky und Kati ein.

Auch Axel ist mit dem Zustand des Platzes nicht zufrieden. Abends sitzen wir gemütlich bei uns im Wohnmobil zusammen.

Am Donnerstag, dem 01.04.2010, dürfen auch Herbert und Jutta endlich wieder mit ihrem auf Saisonkennzeichen laufendem Wohnmobil auf die Straße. Sie treffen gegen 15:30 Uhr in Trittenheim ein. In nettem Kreis beschließen wir den Abend wieder in unserem Wohnmobil.

Bis zum Eintreffen von Herbert und Jutta hat unsere Platzreservierung bestens geklappt.

In geselliger Runde

Was machen die hier alle?

Endlich habe ich meinen Lieblingsplatz wieder



In Trittenheim ist es Tradition, dass die Messdiener mit den Kommunionkindern und auch Kindern aus dem Dorf, die Lust dazu haben, rappeln gehen.
Da an Gründonnerstag in der Messe beim Gloria die Glocken verstummen und, wie man zu sagen pflegt, nach Rom fliegen, gehen die Kinder ab Karfreitag mit selbst gebauten Rappeln durch das Dorf rappeln. Sie gehen zu den Zeiten durchs Dorf, wenn die Betglocke normalerweise läutet.

Karfreitag waren die "Rappelkinder" um 7:20 Uhr am Stellplatz

Das ist einmal morgens um 08.00 Uhr (normaler Weise um 07.00 Uhr aber aus Rücksicht auf die Touristen im Dorf gehen sie etwas später durchs Dorf und rufen:
"Et laut Betglock!"
("Es läutet die Betglocke!"),
dann gehen sie um 12.00 Uhr und rufen:
"Et laut Mittisch!"
("Es läutet Mittag!") und
am Abend um 18.00 Uhr rufen sie dasselbe wie am Morgen. Diese Rufe werden abwechselnd mit dem rappeln durchgeführt.

Vormittags fährt Herbert zur Entsorgung. Da Jutta ihre Schuhe draußen stehen hat, kann sie ihm bei der Versorgung diesmal nicht helfen.


Einsame Schuhe

Jetzt bitteschön wieder korrekt bei den Schuhen einparken

Nach Nebelauflösung kommt die Sonne durch und wir können vormittags draußen sitzen. Zwar mit Jacken aber es geht. Zwischendurch unternehmen wir immer wieder schöne Spaziergänge mit den Hunden.

In einem Nachbarmobil wird dem Bärenkult gehuldigt. Die Beiden dürfen zu jeder Unternehmung mit, bekommen stets den schönsten Fensterplatz, bekommen abends Schlafanzüge an, morgens wieder Kleidung, werden von den beiden Besitzern liebevoll umhegt und auch draußen herumgetragen. Bei Sonnenschein dürfen sie in ihren Stühlen sitzen....

Die Bären sonnen sich

Nachmittags machen wir, nach einem schönen Spaziergang, im Ort eine Weinprobe

Abends kehren wir noch gemeinsam in einem Lokal zum Essen ein.

Da soll eine Haxe rein?

Warum gönnt die Hilde dem Manni die Haxe nicht?

Auch Ostersamstag ist uns das Wetter hold und wir können am frühen Nachmittag grillen.

Herbert, unser Grillmeister

Jeder steuert eine andere Leckerei bei

Na dann guten Appetit

Der Platz ist voll und überall sind die Spuren der Erdlagerung zu sehen. Wehe wenn es regnet.

Am frühen Abend kommt eine römische Galeere auf der Mosel vorbei.

Es ist 18 Meter lang, 3,30 Meter breit, hat Platz für gut 40 Passagiere und fährt seit 2007 nach 1.700 Jahren erstmals wieder auf der Mosel: eine römische Galeere. Das sogenannte „Neumagener Weinschiff“ wurde originalgetreu in einer Bauzeit von knapp einem Jahr nachgebaut. Auf solchen Schiffen fuhren die Römer auf Rhein und Mosel Patrouille, denn im 3. Jahrhundert nach Christus bedrängten germanische Stämme die Römersiedlungen in und um Trier. Genutzt wurden die Fahrten aber auch von römischen Händlern, um den beliebten Wein zu transportieren, den die Römer seit ihrer Besiedlung an der Mosel anbauten. Das auf der Galeere stehende Holzfass ist allerdings heute nur Fassade: Es verdeckt zwei Dieselmotoren. Touristengruppen können das Römerschiff pauschal für Moselfahrten reservieren.

Den Ostersonntag kann man wettertechnisch abhaken. Es regnet fast den ganzen Tag. Nachmittags lockert es zwar etwas auf aber der Platz ist nun eine Schlammwüste. Das schlimmste sind die Hunde. Wenn sie sich hinsetzen haben sie Schlamm-Hintern. Bei Wilko mit seinem langen Fell besonders toll. Das Wohnmobil sieht von innen entsprechend aus.

Lucky und Kati in "Ihrem" Wohnmobil

Und schon ist die schöne Zeit wieder zu Ende. Ostermontag treten die Vier wieder den Heimweg an. Wir wollen Richtung Norden, fürchten aber die Osterrückreisewelle. So bleiben wir noch eine Nacht. Das Wetter ist heute sehr schön. Wir können grillen und uns sonnen.

Alle genießen die Sonne

Und das Essen ist auch bald fertig