Gevezin, Penzlin und Neustrelitz

14.10.2010

 

Um 9:30 Uhr starten wir. Wir wissen nicht wann der Wollladen in Gevezin aufmacht. Gegen 10 Uhr ereichen wir, nach abenteuerlicher Fahrt, den Ort. Hier scheint es aber keinen Laden zu geben. Die Adresse „An der Kirche 3“ führt uns an einem unscheinbaren Haus vorbei an dem in letztem Moment noch Hinweisschilder auf einen Einkauf zu sehen sind. Aber alles so blass, keine großen Schaufenster. Wir fragen einen Dorfbewohner. Treffer. Das ist der Laden. Die Inhaberin ist eine ältere Dame. Sie führt ihr (Lebensmittel und Wollgeschäft) = Giselas Einkaufsshop mit großer Leidenschaft. Jeder Kunde wird begrüßt und begleitet. Ich finde hier einige Schätze. Sie erklärt mir auch noch ein schönes Strickmuster für Schals. Sie freut sich über meine Kaufwut. Und meint an der Kasse: Mann, bei Ihnen hat sich das ja richtig gelohnt. (Manni, ganz so schlimm war es auch nicht).

Hier soll der gesuchte Wollladen sein



Und tatsächlich, wir sind richtig


Manni vertreibt sich die Wartezeit mit fotografieren.

Hier ist die Zeit noch stehen geblieben

Danach fahren wir nach Penzlin. Hier wollen wir uns die Burg und den Hexenkeller anschauen.

Der Eingang zur Burg

Der Burghof


Plastik im Burghof

Das ist schon interessant, vor allem aber gruselig. Was den Menschen in der Zeit der Hexenverfolgung hier in Mecklenburg Vorpommern so alles in den Sinn gekommen ist. Das ist schon ganz schön pervers. Über

Streckbank,

Daumenschrauben



Nagelstuhl,

Beinschrauben und der


Einlagerung im Verlies.


Dazu noch ein Gestell wo der Mensch in gebückter Haltung eingeklemmt wurde. Da konnten die Ziegen an seinen eingesalzenen Füßen lecken bis er sich „zu Tode gelacht“ hatte. Das mag man sich alles gar nicht vorstellen


.

Die Klammern auf dem mittleren Bild wurden den Menschen in den Rachen geschoben um sie am Schreien zu hindern

Die Schwarzküche der Burg

Feuerstelle mit Suppentopf

Der Rauchabzug diente gleichzeitig als Räucherofen


Geschirrablagen


In diesem Gestell wurde früher das Besteck gelagert und wenn jemand starb wurde sein Besteck weitergegeben. Es wurde "der Löffel abgegeben"


Blick aus der Burg zur Penzliner Kirche



In der Burg finden wir in den Namenslisten der verfolgten Hexen auch den Namen einer Schwichterbergsche. Ob die wohl im grausamen Mittelalter eine unserer Vorfahrinnen war?

Weiter geht es zum Stellplatz in Neustrelitz am Hafen. Der Platz kostet 8 Euro. Duschen, Strom, Frischwasser und Entsorgung funktionieren nur über Wertmarken. Die gibt es beim Hafenmeister bzw. am Automaten am Hafenmeisterbüro. Achtung, für die Entsorgung benötigt man 2 Wertmarken.

Wohnmobilstellplatz Neustrelitz

Hier qualmte kurz nach 6.00 Uhr am 06.08.2010 das Wohnmobil eines Paares aus Norwegen. Die Frau und der Mann flüchteten, das Wohnmobil brannte völlig aus. Weil das Fahrzeug einen Gastank mit 80 Litern Gas hatte, wurde der gesamte Stellplatz am Hafen geräumt. «Zum Glück ist das Gas nicht explodiert, sondern nur verpufft», sagte ein Polizeisprecher.








Der Hafen, im Hintergrund das Hafenmeisterbüro


Die Entsorgung