Hann. Münden

06.01.2012

 

 

Nach einer weiteren stürmischen Nacht geht es Morgens weiter. Unser Weg führt uns, entlang der Weser, nach Hann. Münden. Unterwegs können wir immer wieder die hochwasserführende Weser sehen. Unterwegs werden auch Sturmschäden beseitigt.

 

Hier wird ein umgestürzter Baum beseitigt
Die Weser kann sich in ihrem natürlichen Flussbett noch gut ausbreiten

 

Am späten Vormittag kommen wir in Hann. Münden an. Der Stellplatz liegt auf der Insel Tanzwerder. Hier vereinigen sich die Flüsse Fulda und Werra zur Weser. Nach dem Aufbau machen wir uns auf den Weg in die Altstadt. Wir wollen das momentane trockene Wetter ausnutzen.

 

Der Stellplatz
Auf dem Weg in die Altstadt. Von der Werrabrücke sieht man sehr gut das Hochwasser
Das Rathaus. Es hat seinen Ursprung im 14. Jahrhundert. Dreimal täglich (12:00, 15:00 und 17:00 Uhr) erklingt ein Glockenspiel mit einem Figurenumlauf der Szenen aus dem Leben des Wanderarztes Dr. Eisenbarth (1663 - 1727) zeigt
Der Figurenumlauf zeigt die Extraktion eines Zahnes durch Dr. Eisenbarth
Die Figuren ziehen sich wieder zurück. Währenddessen spielt das Glockenspiel weiter das Lied von Johann Andreas Eisenbarth

 

Ich bin der Doktor Eisenbarth,
Zwilliwilliwick, bumbum! *)
Kurier' die Leut' nach meiner Art,
Zwilliwilliwick, bumbum!
Kann machen daß die Blinden geh'n
Zwilliwilliwick, juch-hei-ras-sa!
Und daß die Lahmen wieder seh'n
Zwilliwilliwick, bumbum!
Lautonia, lautonia,
Zwilliwilliwick, jucheirassa, *)
Lautonia, lautonia,
Zwilliwilliwick, bumbum!

*)Oder:
Va-le-ra-le-ri, juch-he!
Widewidewid, bumbum
Gloria, Viktoria

 

Hann. Münden ist geprägt von vielen schönen alten Fachwerken
St. Blasius Kirche
Über mehrere Bauphasen zog sich der Bau der Kirche bis 1584 hin, als der mit einer welschen Haube gedeckte Turm fertiggestellt wurde.
Blick durch eine Gasse zur Tillyschanze. Die Tillyschanze wurde 1881 bis 1885 als Erinnerung an die Belagerung Mündens durch den Feldherrn Tilly 1626 errichtet. Es ist ein Aussichtsturm im Reinhardswald oberhalb der Stadt.
Rotunde: Bei der Rotunde handelt es sich um ein Stadttor der historischen Stadtbefestigung
Ein weiteres Tor der Stadtbefestigung
In der Kirche befindet sich heute ein Lokal
Diese Schnitzereien zeugen wahrscheinlich von den Berufen der ehemaligen Bewohner

Das Welfenschloss. Fertiggestellt wurde das erste Mündener Schloss 1501 durch Herzog Erich I. als gotischer Bau. Es handelte sich um ein Residenzschloss mit Verwaltungssitz. Nach fast vollständiger Vernichtung bei einem Brand im Jahr 1560 baute Herzog Erich II. das Schloss im Stil der frühen Weserrenaissance wieder auf.

In das ehemalige Amtshaus zog im 20. Jhdt. der Siechenhausverein. Herzogin Elisabeth sorgte in Münden stets für die Kranken und ArmeAls man die Bezeichnung „Siechenhausverein“ nicht mehr als zeitgemäß empfand, wurde der Verein in „Herzogin-Elisabeth-Stift“ umbenannt. Eine Tafel am Haus gestaltet von dem ehemaligen Stadtbildpfleger und Grafiker Heinz Hartung, weist seit Beginn der 1960er Jahre darauf hin. Neben dem Allianzwappen des herzoglichen Paares befinden sich auf der Tafel ihr Name sowie ihre Lebensdaten.

Links die Fulda, rechts die Werra, nach der Insel Tanzwerder die Weser
Die Werra
Die Fulda
Der Weserstein