Schmiedefeld a. Rennsteig

21.05.2010

 

Weiter geht es nach Schmiedefeld.

Der Stellplatz in Schmiedefeld

Wandermöglichkeiten ohne Ende

Hier sind wir mit Christa und Rolf verabredet. Wir wollen uns einen schönen Tag machen und wandern. Kurz nach 10 Uhr treffen die Beiden ein.

Christa und Rolf treffen ein

Nach kurzer Begrüßung fahren sie zum einchecken in ihre Pension und wir gehen zur Touristinfo um uns anzumelden. Vor der Touristinfo treffen wir uns dann und machen uns auf den Weg zu unserer Wanderung. Wir wollen durch das obere und untere Vessertal wandern. Es ist ein sehr schöner Weg. Unterwegs kehren wir in das Waldgasthaus Schwarzer Crux ein. Es ist ein sehr gemütliches Lokal. Hier essen wir und der Wirt erzählt uns die Geschichte des Bergbaus in der Gegend.

Innenansicht

mit Kamin

Die Stadt Suhl und ihre Ortsteile Goldlauter und Vesser können auf bedeutende Bergbautraditionen zurückblicken . Dies trifft vor allem auf die bis in dieses Jahrhundert hinein betriebenen Grubenanlagen "Schwarzer Crux", "Roter Crux" und "Gelber Crux" in Vesser zu. Die im vorigen Jahrhundert unter dem Namen "Vereinigte Crux - Zechen" zusammengefassten und später noch als "Schwarzer Crux" bezeichneten Bergwerke stellen die umfangreichste und größte erhaltene Bergbauanlage im mittleren Thüringer Wald dar. Der Bergbau auf Eisenerz reicht bis in das Mittelalter zurück. Zwischen 1600 und 1630, als die Suhler Waffenschmiede in vollster Blüte stand, war das Crux-Eisen außerordentlich geschätzt Es wurde dort zu Gewehrschlössern Pistolenrohren und Harnischen verarbeitet. Die Namen der Cruxen beziehen sich auf die hauptsächlich abgebauten Minerale: Magnetit ("Schwarzer Crux"), Pyrit ("Gelber Crux") und Hämatit (Roter Crux).Die "Cruxen" waren im 18. Jahrhundert auch diejenigen Zechen, die zeitweilig, nämlich als der Bergbau in Suhl selbst schon nahe dem Erliegen war, die Suhler Waffenproduktion am Leben erhielten. Selbst die Maximilianshütte (später Maxhütte Unterwellenborn) wurde mit dem Eisenerz der Crux beliefert. Der hier abgebaute Magnetit ist durch Vulkanismus entstanden. Speziell hier im Schwarzen Crux hatte sich nach einem Vulkanausbruch ein besonders hoher Magnetitstreifen gebildet. Der Wirt fragt uns ob wir das Bergwerk besichtigen möchten und wir sind alle vier direkt davon angetan. Wilko lassen wir so lange draußen angebunden, der Wirt verspricht immer mal wieder nach ihm zu sehen. Noch einige andere Wanderer nehmen ebenfalls an der Führung teil. Sie beginnt mit einem Besuch des Bergbaumuseums. Sehr interessant. Viele Mineralien und alte Werkzeuge sind hier ausgestellt. Dann geht es über eine Wendeltreppe und weiteren Treppen hinab in 36 m Tiefe.

Grubenfertig

Hier geht es zum Eingang

Hinter dem Gitter beginnt die Dunkelheit

Auf den stets feuchten Treppen muss man schon gut aufpassen

Eine alte Lore

Flechten an den Wänden

Kupferspuren

Die Gänge sind beeindruckend. Sie sind teilweise nur so breit und hoch wie man selber. Immer wieder gibt es große Hallen. An den Wänden und Decken gibt es Flechten und viele farbliche Ausblühungen die auf Kupferadern hindeuten. Es ist schon imponierend wenn man bedenkt mit welchen Werkzeugen die Arbeiter hier früher das besonders feste Eisenerz abgebaut haben.

Nach ca. 40 Minuten treten wir wieder in das Tageslicht

Geschafft, schön war`s

Nach der Besichtigung freut Wilko sich wie Bolle uns endlich wieder zu sehen. Wir setzen unsere Wanderung fort die uns durch landschaftlich sehr schöne Gebiete führt.

Dieser Waldweg war sogar gefegt

Unterwegs stand sogar eine Liege zum Ausruhen am Wegesrand

Blick auf Vesser

Zurück am Wohnmobil gab es erst mal eine Stärkung

Abends sitzen wir noch gemütlich im Wohnmobil zusammen. Nach und nach kommen immer mehr Jugendliche. Der Stellplatz ist scheinbar ein beliebter Jugendtreff. Die jungen Leute sind zwar nicht laut aber sie konsumieren ordentlich Alkohol und fahren anschließend noch mit ihren Autos. Am nächsten Morgen lagen jede Menge Scherben von kleinen Schnapsfläschchen auf dem Boden.