Hofbesichtigung

10.01.2010

 

Hofbesichtigung

 

 

Es wird wieder ein schöner Tag. Der Schneefall hat aufgehört.

Manni fotografiert beim Schneeschippen

Heute habe ich meine Norwegerjacke fertig bekommen. Jetzt fehlen nur noch Knöpfe. Nach einem leckeren Mittagessen genießen wir noch etwas Restsonne. Ab 15 Uhr legen wir kein Holz mehr nach. Thomas und Christa wollen uns nachher wieder hochfahren und den Herd sauber machen (er zieht nicht so richtig). Gegen 16 Uhr wandern wir mit Wilko runter.

Auf dem Weg nach unten

Er ist wieder total jeck, jede Spur von Rehen und Hasen interessiert ihn. Das letzte Stück bergab ist sehr glatt, auch die Aprichaer Straße bis zum Haus von Thomas und Christa ist sehr glatt. Wir sind aber pünktlich um 17 Uhr dort. Wilko binden wir draußen an. Im Haus ist seit 2 Tagen ein Border Collie Welpe Namens Charly. Es ist ein süßer kleiner Kerl den man nur knuddeln möchte. Man merkt Thomas an dass er sehr stolz auf diesen kleinen Kerl ist.

Noch passt Charly in seinen Korb

Der 8 Wochen alte Welpe genießt das kraulen

Guckt mal, ich kann schon Pfote geben


Thomas ist sehr stolz auf Charly

Nach einer Jause (Brotzeit), Thomas und sein ältester Sohn sind von der Arbeit am Lift nach Hause gekommen, geht es dann endlich zum Hof. Thomas geht, mit Taschenlampe bewaffnet, zu Fuß. Er wird in ca. 10 Minuten dort sein. Wir fahren mit seinem jüngsten Sohn über Heiligenblut. Dort muss noch getankt werden. Einige Zeit nach dem Jungfernsprung (Wasserfall) geht es links ab, Berg hoch (einspurig). Es dauert nicht lange und uns kommt der Schneeräumer entgegen. Wir finden eine Ausweiche und sind erstaunt. Hier räumt die Feuerwehr. Nach ca. 20 Minuten kommen auch wir auf dem Hof an.

Der  Stall

Hier erleben wir als erstes das Bauernleben von Thomas. Er füttert mit seinem Sohn die Kühe und Kälber.

Der Sohn schmeißt das Heu vom Boden und Thomas verteilt es zwischen den Kühen

Gemolken wird hier nicht. Das erledigen die Kälber.

Trinkendes Kalb

Gefüttert wird Heu. Es wird vom Boden runter geworfen und dann verteilt. Stroh muss zugekauft werden. Die Kälber werden nach der ersten Fütterung von ihren Müttern abgetrennt. Das ist schon faszinierend. Thomas stößt kleine Pfeiflaute aus und alle Kälber kommen, obwohl sie noch eben an den Zitzen ihrer Mütter hingen, angerannt und folgen ihm in den Kälbertrakt. Hier müssen wir neidlos anerkennen: die Kälber hören besser als Wilko!!!

Mit kleinen Pfiffen lockt Thomas alle Kälber von ihren Müttern weg

Nachdem alle Kälber weg sind beginnt das große Fressen

Der Bauer lässt sich noch mit seinen Gästen ablichten....

und fotografiert danach uns.

Ganz besonders stolz ist Thomas auf seine vielen Kälber

Traurig ist, dass sie ausgewachsen nicht viel mehr Geld einbringen als Kalb.

Für heute ist die Arbeit getan

Aber dann kommt das Highlight. Nach der Arbeit im Stall lädt uns Thomas noch zum Tee ins Wohnhaus. Es ist 500 Jahre alt. Hier lebt die 91jährige Vorbesitzerin des Hofes mit ihrer polnischen Pflegerin. Als wir das Haus betreten fühlen wir uns beide um 100 Jahre zurück versetzt. Aber nicht negativ. Es fasziniert uns einfach. Es ist, als wären wir plötzlich in einer Filmkulisse eines Heimatfilmes. Das kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen haben. Hier stört nur die Energiesparlampe. In der Wohnküche steht das Pflegebett der Vorbesitzerin. Die Polin hat Tee für uns gekocht. Es spielt sich alles hier ab. Es gibt noch eine Wohnstube. Dort steht das Bett der Pflegerin. Das Haus selber ist noch sehr ursprünglich. Die Türen aus Holz mit Riegeln. Die Zimmer mit Rundgewölbe und der alte Esse Abzug ist noch vorhanden. Die Wände schwarz vom Rauch. Alles in allem, ein Haus mit Geschichte. Hier spürt man richtig das Leben welches hier über Jahrhunderte gelebt wurde. Einfach toll.

Thomas mit Celina, der momentanen Pflegerin der Hofvorbesitzerin

Energiesparlampe in der alten Esse

Das alte Rundgewölbe kommt auf den Bildern leider nicht richtig zur Geltung

Die Küchentür, alt aus Holz und zweigeteilt mit Verschlussriegel

Thomas schaut von der Flurseite rein

Der Holzofen

Zurück auf der Hütte machen Christa und Thomas noch den Ofen sauber. Es hat sich ganz schön viel Ruß angesammelt. Mal sehen ob er Morgen besser zieht.

Ofensäuberung